Anacondas – SG Schramberg (76:68)

Das letzte Spiel der Hinrunde für die Herren 3 des TVD (aka Anacondas©) war gestern Abend um  19:00 Uhr datiert. Der Spielplan sah Schramberg als Gegner vor und so kamen zehn junge Schramberger in den Genuss, die noch laufende Partie, zwischen den Herren 2 und Villingen Schwenningen, zu verfolgen, in der sich Derendingen geschlagen geben musste. Das mussten wir besser machen, zumal wir seit den letzten zwei Niederlagen den siebten und damit drittletzten Platz der Tabelle belegten – Schramberg übrigens punktgleich zwei Plätze über uns. Zehn Anacondas machten sich schließlich träge und höllisch unstrukturiert warm.

Nun zum Spiel: nach einem verlorenen Sprungball setzten die Anacondas© zur Verteidigung an und starteten beeindruckend neutral und langsam in die Partie. Nach vier Minuten resultierte der schwache Auftakt in einer 2:7 Führung für die Gäste. Allmählich nahm die Partie Fahrt auf und so konnten beide Mannschaften an ihren Foul-Scores arbeiten. Am Ende des wenig aufregenden Viertels trotteten beide Teams beim 15:15 zur Coachingzone. Die wohl aufregendste Statistik des ersten Viertels: über beide Mannschaften gemittelt stand eine Freiwurfquote von 10/12. Das sind gute 83% – untypisch für diese Liga und vor allem die Anacondas©. Dreimal dürft ihr raten, welches Team die zwei Würfe versetzte… (richtig, die geilen Schlangen)

Das zweite Viertel unterschied sich marginal zum Ersten, jedoch mit einer kleinen Besonderheit: die Anacondas© erreichten das unmögliche und verschlechterten sich in ihrer Punktausbeute. Zum Glück für die Riesenschlangen allerdings waren auch die jungen Schramberger höchstens mäßig agil, weshalb es nach 10:14 Punkten und dem damit einhergehenden Spielstand von 25:29 endlich zum Pausentee klingelte. Der Blick ins fünfköpfige Publikum offenbarte gähnende Müdigkeit. Die Spielercoaches der Anacondas© Vogel und Herbst erkannten (eines der vielen) Probleme ihres Teams und forderten Einsatz, Eier und Eskalation, womit besonders der Nerv von Anaconda Laser getroffen worden zu sein schien, der mit Beginn des Viertels mit Vollgas Dampf in die Verteidigung brachte. Daran nahm sich das gesamte Team ein Beispiel und feuerte sich zu einer ansehnlich bissigen Verteidigung an. Plötzlich lief es auch im Angriff und das zuvor unglaublich statische Spiel der Gastgeber gewann an Ideenvielfalt, Einsatz und Selbstvertrauen. Höhepunkt der Partie war die Entscheidung von Anaconda Caliebe, mit ablaufender Shotclock und Foul einen Dreier ins Netz zu ballern und damit das vermutlich erste Vier-Punkt-Spiel in der Geschichte der Anacondas© zu verbuchen. Die Schramberger kamen auf den urplötzlichen Spielwandel – und den deutlich erhöhten Druck – offensichtlich nicht wirklich klar und haderten fortan mit den Schiedsrichtern, womit sie die Gunst dieser verspielten. Mit zwei technischen Fouls krönten sie die Dominanz der Gastgeber und verhalfen ihnen damit zur 54:47-Führung. Man beachte das Viertelergebnis von 29:18; die Anacondas© erzielten damit allein im dritten Viertel mehr Punkte, als in der gesamten ersten Halbzeit.

Die Aufgabe für das letzte Viertel war das Spiel nach Hause zu fahren, was den Anacondas© zunächst auch zu gelingen schien. Durch wechselnde Mann- und Zonenverteidigung und eine weiterhin überdurchschnittliche Freiwurfquote erhöhten die Anacondas© den Abstand sieben Minuten vor Schluss auf zehn Punkte. Durch wilde Aktionen und einen wichtigen Dreier rückten die Gäste wenige Minuten später jedoch wieder auf vier Punkte heran. Die Anacondas© blieben ihrer Linie der zweiten Hälfte dennoch selbstbewusst treu und blickten am Spielende somit zufrieden auf einen 76:68 Endstand.

Damit konnten die Anacondas© die Hinrunde wenigstens halbwegs zufriedenstellend beenden und gehen nun mit einem 4:5 Sieg/Niederlagen-Verhältnis in die Winterpause. Die zwei Kästen schmeckten in anbetracht des Sieges prächtig, den sich die Anacondas© durch Einsatz und Teamplay, im Vergleich zu sonstig häufigem rumgeeier, endlich wieder einmal verdient haben.