TSG Balingen – Anacondas (76:59)

Bereits die Vorbereitung für das Spiel gegen Balingen glichen einer schier unbewältigbaren Aufgabe. Die Herren 2 des TV Derendingen (aka Anacondas©) steckten fest in den Griffen der berüchtigten Männergrippe: gleich fünf Spieler litten unter den Auswirkungen dieser. Zudem genossen vereinzelte Riesenschlangen ihren Urlaub, womit sich lediglich acht Spieler fanden um die Reise in das hinter der Burg Hohenzollern gelegene Balingen anzutreten – zwei davon waren krank.

Die Partie begann sehr langsam, ganz im Sinne der 6+2 Anacondas©, die gemütlich ihre Systeme durchliefen und den Gegner auf sieben Punkten hielten. Offenbar haben sich die gefühlt 50 Balinger Spieler bereits bei ihrem ausgiebigen Warm-up völlig verausgabt. Mit 7:14 ging es also in die erste Viertelpause.

Balingen reagierte und stellte eine neue Fünf – bestehend aus zwei Amerikanern – aufs Parkett, die sich auch sofort darum kümmerten, den Spielstand mithilfe zweier Dreier wieder auszubügeln. Die Partie fing Feuer und entsprechend hitzig wurden auch die Gemüter, infolgedessen sich besonders die Center zu ausführlichen verbalen Äußerungen genötigt fühlten. Gemeckert wurde auf beiden Seiten, den kürzeren zogen jedoch die Anacondas©, deren größter Mann sich wegen Floppings ein Technisches Foul einhandelte, worauf es bei einem Stand von 27:25 zum Pausentee klingelte. Nach dem Seitenwechsel starteten die Gastgeber besser in die Partie und konnten ihre Führung auf sechs Punkte ausbauen, dennoch war auf Seiten der Anacondas© genügend Kraft vorhanden, das Spiel auszugleichen und bis zur 30. Minute sogar selbst durch einen 2:8-Run mit vier Punkten in Führung zu gehen. Das letzte Wort hatten jedoch wieder die Balinger, deren 4er einen weiteren Dreier zum 49:50 einstreute.

Im letzten Viertel hieß es nun alle Kräfte zu mobilisieren und einen Sieg nach Hause zu bringen. Entsprechend starteten die Anacondas© und fanden weiterhin erfolgreiche Abschlüsse durch ihre Systeme. Beim Stand von 52:55 und noch sieben Minuten zu spielen ging den Gästen doch offenbar die Luft aus. Mit einem 24:2-Run entschieden die Gastgeber die Partie für sich und spielten ihre konditionellen Vorteile am Schluss doch noch aus. Immerhin schoss Anaconda Plöger dem unvergleichlich charmanten 10er Center aus Balingen noch einmal ins Gesicht, womit der Endstand von 76:59 besiegelt war.

Wie schon letzte Woche, im Spiel gegen K’furt, waren es die letzten Minuten, in welchen die Anacondas© die zuvor solide Leistung selbst in den Schatten stellten. Im heutigen Spiel lässt sich der Grund dafür schnell im limitierten und krankheitsbedingt geschwächten Kader finden. Dennoch lässt sich eine gute Leistung der Anacondas© festhalten, auf die in den folgenden Partien zurückgegriffen werden muss um die nun bevorstehenden und wichtigeren Spiele über die gesamten 40 Minuten erfolgreich zu gestalten.