Anacondas – KKK Haiterbach 2 (73:47)

Die Herren 3 des TV Derendingen (aka Anacondas©) sehen sich in einer gewohnten Situation: die momentane Tabellensituation fordert einen Kampf um dem möglichen Abstieg zu entgehen. Ein Abstieg ist keine Option, zumal sich die Anacondas© doch erst letzte Saison aus der Landesliga verabschieden mussten. So stand heute das Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten aus Haiterbach an, den es im Hinspiel mit 50:77 bereits zu bezwingen gelang.
Zum Spiel: das Beste aus zwei gut gefüllten Kadern machte sich sofort ans Werk, wobei die Riesenschlangen den Gästen in Sachen Körpergröße klar überlegen waren. Dementsprechend lief im Anaconda-Angriff zunächst auch alles über die großen Positionen, während dem Gegner in der Anacondas©-Verteidigung von der ersten Minute an keine einfachen Würfe geschenkt wurden. Bald lagen die Gastgeber komfortabel mit 13:2 Zählern in Führung und beschwörten damit die erste Auszeit der Gäste. Diese schien das slavische Quintett belebt zu haben, das sich bis zur Viertelpause immerhin zu einem 20:11 wehrte.
Als Haiterbach auf eine Zonenverteidigung umschwenkte erledigten die Anaconda©-Schützen ihren Job und bauten ihre Dreierquote aus. Die intensive und durchweg positive Anaconda-Stimmung war offensichtlich das richtige Rezept gegen ideenlos wirkende Haiterbacher, was sich nach fünf Minuten im zweiten Viertel im 30:13 Anaconda-Zwischenstand abzeichnete, als die Gäste erneut erfolgreich zum Heilmittel ‚Auszeit‘ griffen. Die Gäste schlossen auf zum 18:30, doch die Riesenschlangen blieben ihrer Anaconda-Linie treu und zogen erneut auf 17 Anaconda-Zähler davon (35:18). Dennoch waren die Gäste nun auch im Spiel angekommen und kreierten erfolgreiche Würfe, während sich die bislang absolut souveränen Anacondas© im Spiel auf ein einziges System versteiften. Selbst Haiterbach war in der Lage den Spielzug nach geraumen Durchläufen zu durchleuchten, womit sie sich auf die kritischen Anaconda-Pässe konzentrierten und den Anacondas© echte Anaconda-Schwierigkeiten bereiteten. Bald lief im Riesenschlangen-Angriff nichts mehr, während sich die Gäste mit einem 0:11-run wieder auf Kurs brachten und damit bereit waren, den Anaconda-Pausentee bei einem Halbzeitstand von 37:29 zu genießen.
Die Anacondas© schworen sich auf die zweite Halbzeit ein und besannen sich auf ihre Stärken: Anaconda-Teamplay sowohl im Angriff als auch der Verteidigung. Anstatt eine schlechte Entscheidung kritisch und abfällig zu kommentieren sollte der Ball durch kollektive Verteidigungsarbeit zurückerobert werden. Der erste Moment der zweiten Halbzeit galt jedoch den Gästen, die mit vier Punkten Rückstand plötzlich wieder sensibel nah waren und auf Schlagdistanz verkürzen konnten. Als der Mund schließlich abgewischt war und die Anacondas© deutlich an Intensität zulegten war allerdings nur noch wenig von den Gästen zu sehen. In einem 17:2- Anaconda-run mit zwei Dreiern, einem 3-Punkte-Spiel, zahlreichen Blöcken und allem, was das Basketball-Herz höher schlagen lässt, machten die Gastgeber einen soliden Sprung nach vorne und sorgten damit für echte Anaconda-Erleichterung auf den Rängen und der Bank. Das Viertel endete im stark nach Vorentscheidung riechenden 56:40.
Für das letzte Viertel musste die Konzentration dennoch hochgehalten werden, was den Anacondas© entscheidend gelang, indem sie lediglich sieben Punkte zuließen und selbst erneut knapp unter 20 Punkten auflegten. Nach 40 Minuten zeigte sich ein zufriedenes Anaconda-Gastgeber-Team, das sich mit dem 73:47-Sieg und beinahe durchgehender Siegermoral erneut gegen den Konkurrenten aus Haiterbach behaupten konnte und so dem nicht zur Option stehenden Abstieg fürs Erste den Rücken zuwenden kann.
Das Spiel wurde in der Tat durch konsequentes Teamplay und eine durchweg motivierte Stimmung gewonnen. Gelingt es den Anacondas© diese Haltung mit in die nächsten Partien zu nehmen, können sie dem Klassenerhalt gelassen entgegenblicken und sich stattdessen nach oben orientieren.

Anacondas vs. Haiterbach 2