BSG Nordschwarzwald – Anacondas (39:58)

Nach der Faschingspause ging es für die Herren 3 des TV Derendingen (aka Anacondas©) um das Spiel um Platz sechs, da der heutige Gegner BSG Nordschwarzwald diesen mit 13 Punkten besetzt,während die Anacondas© mit zwölf Punkten einen Platz darunter parken. Im Hinspiel mussten sich die Riesenschlangen allerdings mit 70:83 geschlagen geben, für einen positiven direkten Vergleich müsste also ein Sieg mit mindestens 14 Punkten her (wenngleich der BSG bereits eine Strafe erhielt und einen direkten Vergleich demnach nicht gewinnen könnte).

Zum Spiel: die neun mehr oder weniger motivierten Riesenschlangen traten engagiert an und zwangen die Gastgeber nach vier Minuten bei einem 2:8 Stand zur Auszeit. Die Zonenverteidigung der Anacondas© war ein erfolgreiches Mittel gegen die bekanntermaßen mäßig schießenden BSGler. Das Problem für die Gäste nach der Auszeit stellten jedoch die zweiten Chancen dar, da definitiv zuviele Offensivrebounds zugelassen wurden. So endete das erste Viertel mit 12:14 noch glücklich für die Anacondas©, zumal die BSGler gerade einmal vier von neun Freiwürfen trafen.

Die Reboundschwäche wurde angesprochen und behoben, wonach die Anacondas© das Spiel dominierten, bis zur siebten Minute im zweiten Viertel keinen Punkt mehr zuließen und selbst elf Punkte sammelten. Offensiv punkteten die Gäste unbeeindruckt durch Fastbreaks und konsequent gespielte Systeme gegen eine Mischung aus gemütlicher Mann- und Zonenverteidigung. Damit konnte der Pausentee mit einer fünf Punkte Führung (20:25) genossen werden.

Das berüchtigte dritte Viertel brachte den Anacondas© schon häufig Niederlagen ein, da das Team oft schläfrig aus der Pause kam und regelmäßig überrannt wurde. Heute sollte dies verhindert undgegenteilig eine Vorentscheidung zum Auswärtssieg erzielt werden. Tatsächlich blieben dieRiesenschlangen ihrer Leistung aus dem zweiten Viertel treu und zwangen die Gastgeber zuschwierigen Abschlüssen, während die Defensivrebounds im Kollektiv kontrolliert wurden. Auchvon regelmäßigen unauffälligen Stößen und Schubsern ließen sich die Riesenschlangen nicht ausder Ruhe bringen, während sich die BSGler zunehmend beschwerten und das eigene Spiel imAlleingang zerpflückten. Das dritte Viertel kann dementsprechend als zehn-Minuten-Run derRiesenschlangen beschrieben werden, zumal der Ball das Netz des Anacondas-Korbs lediglich dreimal von innen sah. 7:20 Punkte im dritten Viertel brachte damit die erwünschteVorentscheidung.

Mit einer 18-Punkte Führung (27:45) zu Beginn des letzten Viertels wäre der direkte Vergleichbereits gewonnen, es galt also weiter zu Punkten um den Vorsprung zu halten. Dies gelang denAnacondas© ohne Spektakel; sie gewannen das Schlussviertel mit 12:13 Punkten und holten sich somit mit einem verdienten 39:58 Sieg weitere zwei Punkte für die Tabelle.

Eine geschlossene Verteidigungsleistung der Riesenschlangen sorgte für einen Rangplatzwechselmit Nordschwarzwald und stellte die Anacondas© damit endlich wieder ins Mittelfeld auf Rangsechs. Zu erwähnen ist der Kraftschub im dritten Viertel, mit welchem das Spiel und gleichzeitigder direkte Vergleich gegen Nordschwarzwald gewonnen wurde. Die Riesenschlangenkonzentrierten sich heute durchweg auf das eigene Spiel, ließen sich keineswegs vom Gegnerirritieren und blieben bis zur letzten Minute unbeeindruckt. In den nächsten Partien müssen dieAnacondas© diese Fähigkeit erneut abrufen um die Position im Tabellenmittelfeld zu verteidigenoder sogar zu verbessern.