Anacondas – TSV Rottweil (46:64)

Nach der unglücklichen Niederlage im Auftaktspiel gegen Pfrondorf kam der TSV Rottweil für die zweite Partie der Saison nach Tübingen, wo zehn Spieler der Herren 3 des TV Derendingen (aka Anacondas©® ) auf sie warteten. In der vergangenen Saison unterlagen die Riesenschlangen den Rottweilern in beiden Partien und auch diese Begegnung sollte eine schwierige für die bislang nur mäßig aufeinander eingespielten Anacondas© werden, während die Rottweiler mit nahezu unverändertem Kader und viel Erfahrung anreisten.

Der spanische Routinier der Anacondas© gelang der erste Korb der Führung, doch die Gäste zeigten ihre Qualität und erspielten sich nach fünf Minuten eine fünf-Punkte Führung zum 5:10, was Spielercoach Vogel zur Auszeit greifen ließ. Nach Einsatzforderung und kurzer Verschnaufpause – die Partie startete mit großem Tempo – blieben die Schwierigkeiten der Anacondas© bestehen: offensiv fehlte die Passfreudigkeit und Kreativität, während es defensiv an Einsatz mangelte. Das erste Viertel endete endlich mit einem 10:19 Zwischenstand.

Auch im zweiten Viertel waren die Riesenschlangen den Gästen deutlich unterlegen. Häufig wurde der erste Wurf erfolglos genommen und in der Verteidigung stimmte die Abstimmung nach wie vor nicht. Dem spanischen Ruhepol der Anacondas© schien die Partie von der ersten Minute an nicht zu schmecken, was er lautstark in Form von wenig konstruktiver Kritik äußerte und endlich war, bei einem Halbzeitstand von 25:39, Zeit für den Pausentee.

Um die Rottweiler vor Probleme zu stellen beschlossen die Gastgeber in eine Zonenverteidigung zu wechseln, was sich als erfolgreiches Mittel herausstellte. Die Anacondas© zeigten eine solide und lautstarke Verteidigungsleistung, was darin resultierte, dass die Gäste nur noch halb so viele Punkte wie im zweiten Viertel erzielten. Das Problem war jedoch weiterhin, beziehungsweise noch vielmehr, die Offensivleistung der Riesenschlangen. Sie selbst erzielten nämlich sieben und damit vier Punkte weniger als die Rottweiler. Vor dem Schlussviertel stand damit eine 18-Punkte Führung der Gäste zu Buche (32:50).

Das Ziel der Anacondas© für das letzte Viertel war Schadensbegrenzung und ein würdevoller Abgang. In den ersten zwei Minuten, da die Riesenschlangen einen 6:0 Lauf zum 38:50 ablegten, gelang dies zweifellos. Tatsächlich leckten die Anacondas© Blut, zumal die Rottweiler erfolglos gegen die Zonenverteidigung anliefen. Die Energie verflog jedoch so schnell wie sie gekommen war. In den folgenden drei Minuten erzielten die Gastgeber lediglich einen Punkt und damit klar zu wenig für eine anhaltende Aufholjagt. Als die Gäste noch einen Dreier zum 39:55 einstreuten war die Partie entschieden und lief schließlich auf einen Endstand von 46:64 heraus.

Erwähnenswert ist der kurze Energieschub der Anacondas© zu Beginn des letzten Viertel, über welchen sie beinahe zurück in die Partie gefunden haben. Der letzte Wille und das notwendige Selbstbewusstsein fehlten jedoch um das Spiel doch noch knapp zu gestalten. Um einen Sieg einzufahren, müssen die Anacondas© zueinander finden und als Team fungieren, anstatt wie bisher als Alleinunterhalter.