Anacondas – KKC Titans Freudenstadt (63:41)

Die Tabellensituation der Herren 3 des TV Derendingen (aka Anacondas®) ist alles andere als rosig. So standen sie bis heute mit bisweilen nur drei siegen und damit sechs Punkten auf dem drittletzten Platz, vor dem punktgleichen KKC Freudenstadt. Ein Hinspiel hatte es aufgrund einer überschwemmten Turnhalle in Freudenstadt nicht gegeben und sollte heute in Tübingen nachgeholt werden. Aufgrund der brenzligen Lage nahmen die Anacondas® das Spiel ernst und schafften es immerhin auf acht Schlangen, bereit sich dem Abstieg entgegenzustemmen. Die Gäste schienen das Spiel weniger ernst zu nehmen, zumindest erweckte der fünf Mann starke Kader diesen Eindruck.

Spielerkapitän Vogel setzte auf ein schnelles Spiel um den schwach aufgestellten Gegner schnell müde zu machen. Also forderte er Tempo und konsequentes Fastbreakspiel unter Berücksichtigung der entsprechenden Laufwege. Der erste Angriff gehörte den Anacondas®, die sofort in die Führung gingen. Die Gäste antworteten mit einem Dreier und ermahnten damit die Derendinger, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Tatsächlich setzten die Riesenschlangen die Forderung ihres Coaches buchstäblich um und konnten in den nächsten fünf Minuten auf 17:3 davonziehen, worauf die Freudenstädter die erste Auszeit nahmen um durchzuschnaufen. Die Pause hatte den gewünschten Effekt und bis zum Ende des Viertels verkürzten die Gäste wieder auf 22:13.

Das zweite Viertel wirkte wenig spektakulär. Die Anacondas® schalteten einen Gang zurück und ruhten sich auf dem Vorsprung aus, während die Gäste Schwierigkeiten hatten aufzuschließen. Gelegentliche Leichtsinnsfehler und Fehlpässe der Gastgeber ermöglichten den Freudenstädtern dennoch zu Punkten zu kommen und so klingelte es schließlich bei einem Halbzeitstand von 33:21 zum Pausentee.

Die Führung hätte wesentlich größer sein können und so forderte Coach Vogel erneut vollen Einsatz und schwörte seine Mannschaft abermals auf eine konsequente Linie bei den Fastbreaks ein. Die Gastgeber gelangen spielerisch zu erfolgreichen Abschlüssen und einfachen Korblegern und legten erneut vor. Die Gäste aus Freudenstadt hielten sich jedoch durch zahlreiche Treffer jenseits der Dreierlinie im Spiel. Die Anacondas® konnten doch auch dieses Viertel für sich entscheiden (13:10) und somit zu einer Vorentscheidung vor dem Schlussviertel sorgen (46:31).

Das Spiel war gelaufen und die Intensität der Gäste ließ nach. Die Anacondas® legten jedoch weiter nach und sorgten, mitunter durch einen 17:2 Lauf, für ein deutliches Endergebnis: 63:41.

Kommende Woche steht das Rückspiel in Freudenstadt im Kalender. Die Riesenschlangen spielten sich heute in eine angenehme Position und konnten den Abstieg vorerst abwenden. Dennoch muss erwähnt werden, dass Freudenstadt über mehr als fünf Spieler verfügt und das Rückspiel damit durchaus spannender werden dürfte als die heutige Partie. Gefahr strahlten heute besonders die Freudenstädter Dreierschützen aus, die immerhin sieben Dreier einstreuten und damit über die Hälfte ihrer Punkte aus der Distanz erzielten. Wenn das Rückspiel ein erneuter Erfolg werden soll, müssen die Anacondas® die Würfe von der Dreierlinie besser verteidigen und die Bretter und Rebounds genau so gut kontrollieren wie heute.